Am Sonntag 6. September, dem diesjährigen europäischen Tag der jüdischen Kultur lädt der Verein Erinnerungskultur den Geschichtslehrer Tobias Messner zu einer Lesung in den Fischersaal der Frickmühle. Zum Thema „Wie Müllheimer Schüler das Zivi-Haus nutzen könnten“ gibt er interessante Einblicke in die Vermittlungsarbeit von Zeitgeschichte. Beginn 11Uhr, Eintritt frei, Spenden sind willkommen.
Neue Termine: Am 26.03 um 19Uhr im KoKi Breisach, am 16.04. um 19Uhr in der Synagoge Kippenheim und am 07.05 um 19Uhr in der Synagoge Sulzburg jeweils in Anwesenheit der Regisseurin. Die Termine am 20.01/03.02/17.02./03.03.2026 in Müllheim waren gut besucht. Außerdem lief der Dokumentarfilm „Stiefmütterchen statt Vergißmeinnicht“ über die Geschichte der Müllheimer Synagoge am 25.01.2026 im Kommunalen Kino Freiburg und wird am 26.03.2026 im Kommunalen Kino Breisach gezeigt.
Bei der Uraufführung am Mittwoch, 22.Oktober um 19Uhr in Müllheim war das Kino bis auf den letzten Platz besetzt, genauso wie bei der Wiederholung am 13.November um 19.30Uhr. Im Anschluss der Premiere kam es zu angeregten Gesprächen mit Bürgermeister, Filmemacherin, Vereinsmitgliedern und Publikum.
Am Donnerstag 23.Oktober um 20.15Uhr gab es eine Vorführung in der Freiburger Synagoge. Am 22.10.2025 jährte sich der Jahrestag der Deportation aller badischen und pfälzischen Juden aus ihrer Heimat in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich am zum 85.Mal. Nie wieder ist jetzt!
Schüler und Lehrer des Markgräfler Gymnasiums trafen sich am Samstag, den 25.April mit Mitgliedern des Fördervereins Erinnerungskultur Müllheim e.V. auf dem Platz der ehemaligen Synagoge. Ausgerüstet mit Bürsten, Schwämmen, Putzmitteln und Wassersprayern machten sie sich auf den Weg, die in Müllheim verlegten Stolpersteine zu reinigen. Genauso wichtig war gleichzeitig den ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern Müllheims zu gedenken, die während der Naziherrschaft nicht nur ihr Hab und Gut, sondern oft auch ihr Leben verloren haben, nachdem sie zuvor ausgegrenzt, gedemütigt, deportiert und gefoltert worden sind.
Die jährliche Lesung zum Gedenken an die Pogromnacht findet am Freitag 7.November um 19Uhr wieder im Wartecksaal in Niederweiler statt. Einlass ist um 18.30Uhr, der Eintritt ist frei, Spenden sind möglich. Diesmal werden ausgesuchte Textstellen aus dem Roman „Jakob der Lügner“ vom Autor Jurek Becker von Jan Heinz Stauffer und Uta Kluge gelesen. Der Roman aus dem Jahr 1969 gilt als eine der efolgreichsten Bücher der DDR-Literatur.
Die Hauptfigur Jakob Haym lebt in einem jüdischen Ghetto während der letzten Kriegswochen. Zufällig überhört er im Büro der Deutschen eine Radio Nachricht, die die Stellung der Roten Armee ganz in der Nähe verortet. Um die Moral im Ghetto zu stärken, erfindet er von nun an immer neue Nachrichten von der baldigen Befreiung des Lagers durch die näher kommenden Russen.
Zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur lesen Jan Heinz Stauffer vom Verein Erinnerungskultur und Andreas Weiß, Leiter des Markgräfler Museums aus dem Roman“Bischweiler oder Der große Lebold“ des elsässischen Erzählers Claude Vigée (1921-2020).
Ein berührendes Buch über Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus, welches die untergegangene Welt des ländlichen und kleinstädtischen Judentums im Elsass beschreibt, in der der Autor aufgewachsen ist.
Vergangene Woche vor dem Pessachfest trafen sich Mitglieder des Fördervereins Erinnerungskultur Müllheim e.V. auf dem Platz der ehemaligen Synagoge, ausgerüstet mit Bürsten, Schwämmen, Putzmitteln und Wassersprayern, um von dort aus die in Müllheim verlegten Stolpersteine zu reinigen. Und um den jüdischen Bürgern Müllheims zu gedenken, die während der Naziherrschaft nicht nur ihr Hab und Gut, sondern oft auch ihr Leben verloren haben, nachdem sie zuvor ausgegrenzt, gedemütigt, deportiert und gefoltert worden sind.
Der Buchautor Peter Seibert las zum Thema „Zerstörung des jüdischen Bauerbes nach 1945“ im Wartecksaal in Niederweiler aus seinem Buch „Demontage der Erinnerung“. Zwischen 40 und 50 Leuten lauschten Peter Seibert, der anschaulich von seinen Recherchen speziell in Südbaden, aber auch im Rest der Republik berichtete.
„Und nichts führt uns dichter an die Seele eines Volkes heran als die Sprache.“ (V.Klemperer)
Die szenische Lesung anlässlich des Gedenkens an die Pogromnacht vor 86 Jahren fand diesmal im Warteck in Niederweiler statt. Thema war Victor Klemperers Untersuchung der Sprache der Nationalsozialisten Und wie diese den Alltag und das Miteinander beeinflußt hat. Das Buch „LTI – Lingua Tertii Imperii“ und seine Bedeutung für damals und heute heraus gearbeitet in einem Essay von Janett Haid.
Gelesen wurde von Jan Heinz Stauffer, Uta Kluge und Kerstin Pommerenke.
Der Verein ludt an diesem Abend Interessierte zu Vorträgen und Gesprächen zum Zivi-Haus in die Alte Post in Müllheim ein. Redebeiträge gab es von François Blum, Vertreter und Nachkomme der Familie Zivi, Christiane Wallesch-Schneller, Vositzende des Fördervereins Blaues Haus Breisach und Tobias Messner, Geschichtslehrer am Markgräfler Gymnasium Müllheim.